Wo sind die Polizisten?

Sag mir, wo die Polizisten sind, wo sind sie geblieben?

Wochenschau

Heinz Bayer

 

Das normale Volksempfinden lautet ungefähr so:

„Die Polizei, sie ist nicht da, wenn man sie braucht! Aber, Herrschaftsseiten: Sie ist immer zur Stelle, wenn man irgendwann einmal auch nur ein ganz kleines bisserl zu schnell fährt!“

Wie es die jeweiligen politischen Meinungsführer auch interpretieren – Faktum bleibt: Es gibt zu wenig Polizei. Denn was als Mannstärke auf dem Papier steht, ist eines. Was die Verfügbarkeit an Beamtinnen und Beamten angeht, aber etwas anderes. Das war in den vergangenen zwanzig Jahren so. und wurde schöngeredet. Es sollte sich jetzt endlich ändern.

Niemand kann einen Polizeistaat wollen. Aber jeder darf sich mehr Sicherheit wünschen. Die ist aber nur mit Beamtinnen und Beamten zu erreichen, die tatsächlich auf der Straße sind. Und zwar in ausreichender Frau-/Mannstärke.

Allein so ein kleiner Rad- oder Skidiebstal (egal, ob echt oder vorgetäuscht), den lustigen Zeitgenossen als Kavaliersdelikt betrachten, treibt bürokratisch wilde Blüten. Das heißt in der Praxis: Stunden am Schreibtisch sitzen statt Streife gehen.

Um es noch einmal festzuhalten: Wir brauchen mehr Polizei. Was wir aber nicht brauchen, sind politische Scharmützel.

Es kein Schrei nach Recht und Ordnung nötig. Aber ordentliche Arbeitsbedingungen für Polizistinnen und Polizisten können uns nur recht sein. Sehr sogar. Denn davon profitieren letztlich wir alle.

Quelle: Stadt Nachrichten

Add Comment